Im Jahr 2002 waren wir mit unserem Neffen Christian für zwei Wochen in Finnland. Unsere Reise begann in der finnischen Hauptstadt Helsinki.
Hier überragt der weiße Dom das Senatsplatz-Ensemble und prägt das Stadtbild. Ein Spaziergang durch den Esplanadenpark führt vorbei an Straßencafés, Musikern und Boutiquen. Hier zeigt sich das urbane, lebensfrohe Finnland. Am Hafen herrscht geschäftiges Treiben. Fähren legen nach Tallinn ab, während an Marktständen frischer Lachs, Beeren und Handwerkskunst angeboten werden. Ein Abstecher zum Sibelius-Monument im Norden der Stadt würdigt den berühmtesten finnischen Komponisten – glänzende Stahlröhren, die wie gefrorene Orgelpfeifen im Wind singen.
Weiter ging die Fahrt nordwärts nach Lahti, bekannt für seine Skisprungschanzen und seine moderne Sportarchitektur. Auch im Sommer hat die Stadt ihren Reiz: Am Vesijärvi-See laden Ufercafés und Bootsstege zum Verweilen ein. Von hier aus öffnet sich das Tor zur Region des Päijänne-Sees, dem zweitgrößten Finnlands, dessen verzweigte Wasserlandschaft von Inseln, Kiefernwäldern und klaren Buchten geprägt ist.
Ein einwöchiger Aufenthalt in einem Mökki – einer typischen finnischen Blockhütte – rundete unsere Finnland-Reise ab. Morgens spiegeln sich Nebelschwaden im See, tagsüber locken Kanutouren, abends zirpen Grillen und das Wasser glitzert im letzten Licht der Mitternachtssonne. Zwischen Stille, Natur und nordischem Licht offenbart sich das wahre Finnland als ein Land, in dem sich Ruhe und Weite zu einer Lebenskunst zusammenfügen. Unseren Rückweg nach Helsinki haben wir größtenteils auf einer Fähre auf dem Päijänne-See zugebracht.













