Traumatische Kontusion (Neurapraxie) des N. radialis
assoziiert mit einem geringen Bone bruize am Humerusschaft.MRT-Befunde:
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Die koronalen T2-gewichteten Bilder zeigen in Höhe des mittleren Oberarmabschnitts einen diffus hyperintens veränderten N. radialis, entsprechend einem Nervenödem. In den axialen, T1-gewichteten Bilder findet sich ein Kontrastenhancement des Nerven, was auf eine posttraumatische Inflammation hindeutet.
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Die koronalen, T2-gewichteten Bilder weisen ein fleckiges Knochenmarködem in der Humerusdiaphyse auf , das auf eine Kontusion zurückzuführen ist.
Die klinische Wertung der unvollständigen Fallhand zusammen mit den bildgebenden Befunden deutet auf eine Kontusion des N. radialis (Neurapraxie) als Folge des stumpfen Traumas hin. Die Neurapraxie ist die mildeste Form einer Nervenverletzung in der Seddon-Klassifikation. Sie ist durch einen vorübergehenden Verlust der Leitfähigkeit ohne axonale Störung gekennzeichnet. Das Nervenödem und das Kontrastenhancement in der MRT stützen die Diagnose. Zu beachten ist, dass sich auch normale (nicht betroffene) Nerven gering hyperintens in T2-gewichteten Bildern darstellen können. Nur das Kontrastenhancement ist beweisend für eine Kontusion oder Kompression eines peripheren Nervs. Andere Ursachen für eine Fallhand (Frakturen, Kompartmentsyndrom oder Kompressionsneuropathien) sollten ausgeschlossen werden.
Eine Neurapraxie heilt in der Regel spontan unter konservativer Behandlung (Ruhigstellung und Physiotherapie). Bei verzögerter Heilung kann eine erneute Bildgebung indiziert sein, um ein Nerven-Entrapment oder ein posttraumatisches Neurom auszuschließen.













