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Ernährung

Die richtigen Nahrungsfette

Nahrungsfette bestehen aus Fettsäuren.  Entscheidend sind die Menge und die Auswahl der richtigen Fettsäuren. Nahrungsfette sind in mehrerlei Hinsicht unentbehrlich für unsere Gesundheit:

  • Fette sind wichtige Energielieferanden mit hohem Brennwert. Deshalb muss die Zufuhrmenge exakt an den tatsächlichen Energiebedarf angepasst werden. Meist ist der Fettanteil in unserer Nahrung zu hoch.

  • Nahrungsfette werden in vielfacher Weise für den Aufbau und die Funktion der Körperzellen benötigt, z.B. als Bausteine für die Zellmembranen und als Grundbaustoffe für Hormone.

Jedes Fett, egal ob tierischer oder pflanzlicher Herkunft, ist ein Gemisch aus verschiedenen Fettsäuren. Diese werden nach ihrem Aufbau in drei Gruppen unterteilt:

Gesättigte Fettsäuren

Sie enthalten keine Doppelbindungen und finden sich in tierischen Fetten (z.B. in Speck, fettigem Fleisch und in Wurstwaren) und in einigen pflanzlichen Fetten (z.B. in Butter, Palmkern- und Kokosfett). Gesättigte Fettsäuren erhöhen das schädliche LDL-Cholesterin (Normalwert kleiner als 155 mg/dl) und damit das Risiko für eine Arteriosklerose.

Einfach-ungesättigte Fettsäuren

Sie enthalten in ihrem Aufbau eine Doppelbindungen. Wichtigster Vertreter ist die Ölsäure, die in Oliven- und Rapsöl enthalten ist. Die einfach-ungesättigten Fettsäuren erhöhen den Anteil des guten HDL-Cholesterins (Normalwert zwischen 45 und 55 mg/dl) und senken zusätzlich die Höhe des Gesamtcholesterins.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Sie sind durch mehrere Doppelbindungen charakterisiert und können in zwei gegensätzlich wirkende Gruppen eingeteilt werden:

  • Ein OlivenbaumOmega-6-Fettsäuren (Arachidonsäure, Gamma-Linolensäure und Linolsäure) sind vor allem in pflanzlichen Ölen enthalten. Arachidonsäure (Vorkommen auch in fettreichem Schweinefleisch) wirkt entzündungsfördernd, während Gamma-Linolensäure (Vorkommen z.B. im Borretsch) entzündungshemmend und schützend auf die Nervenzellen wirkt. Linolsäure (Vorkommen in Sojaöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl und Pflanzenmargarine) senkt das Cholesterin und ist gefäßprotektiv.

  • Omega-3-Fettsäuren umfassen die Alpha-Linolensäure (Vorkommen in Leinsamen- und Rapsöl) sowie die Eicosapentaen- und Docosahexaensäure (Vorkommen in Hering, Lachs und Makrele). Es handelt sich um essentielle Fettsäuren, die über die Nahrung zugeführt werden müssen, da sie der Körper selber nicht bilden kann. Die Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, senken das Cholesterin und haben eine Schutzfunktion auf die Gefäße und das Nervensystem.

Unsere Empfehlungen

Omega-3-Fettsäuren sind ideale, wünschenswerte Nahrungsbestandteile, während ungesättigte Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren möglichst zu meiden sind:

  • Empfehlenswert sind zwei Fischgerichte pro Woche, vorzugsweise von Meeresfischen (natürlich ohne Panade) sowie die Zubereitung von Gemüse und Salaten mit hochwertigem Oliven-, Raps- oder Leinöl. Beim Kauf von Speisenölen ist Aufmerksamkeit geboten, da sich oft gepantschte Produkte auf dem Markt befinden.

  • Reduzieren sollte man den Verzehr von fettreichem Tierfleisch und fettreicher Aufschnittwurst, was nicht nur Anzahl der fettreichen Mahlzeiten, sondern auch deren Mengen betrifft.

Gesundheitliche Vorteile

Durch die gezielte Auswahl und Mengenbegrenzung von Nahrungsfetten können viele Zivilisationskrankheiten wie der Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck, aber auch Rheuma-Erkrankungen und Allergien, möglicherweise auch der Dickdarmkrebs vermieden werden.