Im März 2026 hat Sonja den Wiener Zentralfriedhof besucht, während Rainer auf dem Europäischen Röntgenkongress ein Sitzung leiten durfte. Nachfolgend beschreibt Sonja ihre Impressionen.
Mit mehr als 330.000 Grabstellen ist der Wiener Zentralfriedhof einer der größten in Europa. Er liegt in Simmering, dem 11. Bezirk Wiens am südöstlichen Stadtrand. In dem großzügig angelegten, multikonfessionellen Friedhof befindet man sich in einem eigenen Kosmos aus Geschichte, Kultur und Erinnerung, wo Geschichte, Musik, Politik und Religion in einzigartiger Dichte zusammentreffen.
In dem weitläufigen Gelände, das man auch mit einem Shuttle-Service durchqueren kann, findet sich neben dem alten Friedhof viele neu angelegte Grabstätten von einfachen Bürgern sowie vielen Wiener und europäischen Persönlichkeiten aus Kulturgeschichte und Politik. Bekannt ist die „Musiker‑Ecke“ mit den Grabstätten von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Johannes Brahms, Johann Strauß Vater und Sohn und Franz Lehár sowie aus jüngster Zeit die Gräber von Falco und Udo Jürgens. Auch zahlreiche Schriftsteller, Schauspieler, Wissenschaftler und Politiker und fanden hier ihre letzte Ruhe, darunter Arthur Schnitzler, Bruno Kreisky, Helmut Qualtinger, Friedrich Torberg und viele andere.
Markant ist die monumentale Jugendstil‑Gedächtniskirche „Zum Hl. Karl Borromäus“, die im Zentrum des Friedhofareals steht. Sie gilt als eines der bedeutendsten sakralen Bauwerke des Jugendstils.
Ich habe den Friedhof nicht nur als ein Ort der Erinnerung wahrgenommen, sondern auch als ein erholsamer Naturraum aus alten Baumalleen, weitläufigen Wiesen und stillen Wegen. Der Wiener Zentralfriedhof vermittelt eine besondere Atmosphäre aus Melancholie, Würde und dem typisch wienerischen Charme.













