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Weimar

Da wir schon einige Male in Weimar gewesen sind, möchten wir nachfolgend kurz über Europas Kulturstadt zwischen Klassik und Moderne berichten.

Im Rokoko-Saal der Herzogin-Anna-Amelia-Bibliothek zu WeimarWeimar bietet eine geschichtsträchtige Kombination aus Museen, historischen Gebäuden und lebendiger Gegenwartskultur. Kein anderer Ort in Deutschland vereint auf engem Raum eine solch geistige Blüte, politische Umbrüche des 20. Jahrhunderts und die Avantgarde des Bauhauses.

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert wurde Weimar zum geistigen Zentrum Deutschlands. Johann Wolfgang von Goethe lebte über fünfzig Jahre in der Stadt und prägte sie nachhaltig. Sein Wohnhaus am Frauenplan vermittelt einen Eindruck seines Schaffens, ergänzt durch sein Gartenhaus im nahegelegenen Ilmpark. Friedrich Schiller war Goethes engster Weggefährte in Weimar. Gemeinsam mit Christoph Martin Wieland und der kunstsinnigen Herzogin Anna Amalia bildeten sie den Kern der Weimarer Klassik. Anna Amalia begründete zudem die berühmte Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, deren Rokokosaal zu den schönsten Bibliotheksräumen in Europa zählt. Deren Erweiterungsbibliothek befindet sich benachbart in einem eindrucksvollen Neubau.

Das historische Zentrum von Weimar ist von klassizistischen Fassaden, engen Gassen und repräsentativen Plätzen geprägt. Am großen, quadratischen Marktplatz steht das neugotische Rathaus, das heute das städtische Leben prägt, benachbart das Cranachhaus, das Hotel Elephant und das Rote Schloss als ehemalige Residenzanlage der Herzöge von Sachsen‑Weimar‑Eisenach. Das angrenzende Stadtschloss mit dem markanten Schlossturm beherbergt bedeutende Kunstsammlungen und dokumentiert die höfische Kultur. Johann Sebastian Bach war von 1708 bis 1717 als Organist in der Schlosskapelle. Markant ist das Reiterdenkmal Carl August, dem aufgeklärten Herzog, der Goethe nach Weimar holte und die kulturelle Blütezeit erst ermöglichte.

Die deutsche Demokratie ist eng mit Weimar verbunden. 1919 tagte die Nationalversammlung im Deutsche Nationaltheater und verabschiedete die Weimarer Verfassung, die erste demokratische Verfassung Deutschlands. Zuvor leitete Goethe das Nationaltheater zu Weimar als Intendant, und Schillers Dramen kamen hier zur Aufführung. Noch heute ist das Nationaltheater ein wichtiger Kulturort.

Das Bauhaus Weimar wurde 1919 gegründet und wurde erneut zum Zentrum einer kulturellen Revolution. Die heutige Bauhaus‑Universität führt dieses Erbe. Ihre Studierenden verleihen der Stadt ein junges, kreatives Flair.

Wenige Schritte von der Bauhaus-Universität entfernt liegt der Historische Friedhof als ein Ort der stillen Würde. In der Fürstengruft befinden sich die Särge von Goethe und Schiller. Auf dem gleichen Gelände steht die russisch‑orthodoxe Kirche mit ihrer goldenen Kuppel. Sie erinnert an die Verbindungen des Weimarer Hofes zu den russischen Dynastien.

Immer wohlaufgehoben haben wir uns im Dorint-Hotel zu Weimar, das zentrumsnah im Goethe-Park gelegen ist und zu Spaziergänge durch den Ilmpark einlädt.

  • 01 - Goethes Gartenhaus im Ilmpark
  • 02 - Rokoko-Saal in der Herzogin-Anna-Arealia-Bibliothek
  • 03 - Im Rokoko-Saal in der Herzogin-Anna-Arealia-Bibliothek
  • 04 - Erweiterungsbau der Herzogin-Anna-Amelia-Bibliothek
  • 05 - Rathaus zu Weimar
  • 06 - Am Marktplatz zu Weimar
  • 07 - In der Frauentorstrasse
  • 08 - Goethe-Portrait im Goethe-Haus
  • 09 - Kunst im Goethe-Haus
  • 10 - Im Garten des Goethe-Hauses
  • 11 - Reiterdenkmal von Carl August
  • 12 - Das Stadtschloss zu Weimar
  • 13 - Deutsches Nationaltheater mit Goethe-Schiller-Denkmal
  • 14 - Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Deutschen Nationaltheater
  • 15 - Die Kirche St. Peter und Paul
  • 16 - Cranach-Altar in der Kirche St. Peter und Paul
  • 17 - Im historischen Friedhof zu Weimar
  • 18 - Russisch-orthodoxe Kirche im historischen Friedhof